Was ich soeben lese, lässt mich an der Integrität des Bundesinnenministers doch stark zweifeln: Offenbar will er sich mit Erich Mielke auf eine Stufe stellen.

Im Kampf gegen den Terrorismus setzt Schäuble auf Präventivmaßnahmen und will dabei die Unschuldsvermutung, die den Zugriff der Sicherheitsbehörden begrenzt, aushebeln. Schäuble spreche davon, dass der Grundsatz der Unschuldsvermutung im Kampf gegen terroristische Gefahren nicht gelten könne, schreibt der Stern: “Wäre es richtig zu sagen: Lieber lasse ich zehn Anschläge passieren, als dass ich jemanden, der vielleicht keinen Anschlag begehen will, daran zu hindern versuche. Nach meiner Auffassung wäre das falsch.”

Ich hab es befürchtet, dass es soweit kommt. Diesem Mann muss Einhalt geboten werden, er ist ja hochgradig gefährlich. Umso erstaunlicher und beängstigender ist das ganze, wenn man bedenkt, dass er promovierter Jurist ist. Man sollte ihm seinen Abschluss aberkennen. Der stellt mal soeben die ganze Rechtsordnung auf den Kopf. Danke schön.

Hallo Wolfgang Schäuble: Ich möchte nicht von Dir beschützt werden. Ich möchte nicht, dass Du behauptest, mich auf Kosten meiner Freiheit vor was auch immer schützen zu können. Ich lehne das ab.

Gerade läuft: “I Can Help” von Billy Swan