Angestellte BA:
Da haben Sie ja Glück, dass Sie jetzt kommen und sich für den 15.12. arbeitslos melden, dann bekommen Sie ja noch im Dezember Geld.
Bekannter:
Ach ja, wieso denn?
A:
Na durch die Umstellung der Zahlungen vom Monatsanfang auf das Monatsende. Das betrifft sogar uns Mitarbeiter. Können Sie Sich vorstellen, wie hart das war: 6 Wochen ohne Geldeingang?
Gestern abend den Antrag zum Kreiskongress der Leipziger JuLis eingereicht. Puh. Da wir bekanntlich als wesentlichen Kern unseres Tuns politische Bildung betreiben, ist es mal eine Positionierungsschrift wieder den um sich greifenden Sozialismus geworden: “Ohne Freiheit keine Zukunft”. Mal sehen, was die Mitglieder sagen.
Ich höre ja schon seit ein paar Jahren ziemlich viel Webradio. Apollo radio sehr gerne, aber auch - mein neuer Favorit - Swiss Groove und BFBS. Sehr zu empfehlen. Von Deutschlandfunk will ich gar nicht reden, aber Sprechtexte gehen im Büro ganz schlecht. Leider.
Am Samstag mit Sven nach Delmenhorst zum JuLis-Lako der Niedersachsen gefahren. Erster Zwischenstop in Halle in der verräucherten Landesgeschäftsstelle der JuLis Sachsen-Anhalt. Auf nach Magdeburg und dann nach DEL. Dunkelheit, alle Restaurants fest in türkischer Hand, lecker Essen. Dann Party und kurz geschlafen. Frühstück, Grußwort, kurzer Schnack mit Eva, ab nach Wilhelmshaven und bei der Fahrt über die Beschlüsse der Niedersachsen nachgedacht. Erbschaftssteuer abschaffen - jawoll. Insgesamt ein sehr schönes Antragsbuch gewesen. Im Radio den DLF-Bericht zum Grünenparteitag gehört. Eine dritte schön linke Partei - willkommen im Sozialismus.
Ankunft in Leipzig gegen halb 10 abends. Essen. Schlafen. Schön.
Mein neues Notebook ist da. Noch mit XP - Gott sei Dank. Immerhin kein Vista. Allerdings hat die Recovery-Partition von Sony einige Verzögerung bei der Einrichtung verursacht, aber dank gparted konnte das auch erledigt werden. Jetzt wird die Software aufgespielt, Montag kommt er ins Netzwerk. Ach schön.
Gerade läuft: “On a slow boat to China” von Renee Olstead
Man fragt sich doch, was sich so ein Onlineredakteur so denkt, wenn er bei der Recherche zum Artikel auch andere Stimmen aus dem Netz, in diesem Fall zu Amazons in der Tat potthässlichem eBook-Lesegerät, sucht, findet und auch aufschreibt und veröffentlicht. Dass aber beim O’Reilly-Radar nicht unbedingt jeder Artikel von Tim O’Reilly persönlich stammt, kann man eigentlich nicht überlesen.
Oder doch:
Die evangelische Kirche klagt gegen verkaufsoffene Sonntage. Das ist ungeheuerlich. Ich bin auf die Grundlage der Klage gespannt. In der PM wird etwas vom besonderen Schutz des Sonntages durch das GG geschrieben. Wo soll das stehen?
Wann begreifen die Befürworter des Ladenschlussgesetzes endlich, dass ein Wegfall des Öffnungsverbotes keine Öffnungspflicht ist? Vermutlich nie.
Gerade läuft: “Rein gar nichts” von Element of Crime
Einen schönen Betrag, der in Zusammenhang mit dem beim A-Team empfohlenen umso netter zu lesen ist, hat Ulf Poschardt geschrieben, vermutlich auch gesprochen, aber ich war grad zu faul zum Suchen denn er ist schon vom 5. November.
Danke für den Hinweis an Robert.
Gestern abend wurde ich aufgeklärt. In aller erster Linie darüber, dass es Neuerungen am Semesterticket der Uni Leipzig geben wird. Und dann darüber, wie diese Änderungen aussehen werden. Nun betrifft mich das Semesterticket eigentlich noch nie wirklich und auch formal werde ich in Kürze kein Student mehr sein. Es könnte mir egal sein. Isses aber nicht.
Bisher war es so, dass jeder Student zusammen mit dem Semesterbeitrag einen so gegannten Sockelbetrag zum Semesterticket von rund 20 Euro an die Uni überwiesen hat. Für diesen Sockelbetrag erhielt jeder Student die Möglichkeit, werktags zwischen 20 und 4 Uhr sowie am Wochenende mit Bussen und Bahnen der Leipziger Verkehrsbetriebe zu fahren. Ich habe das im Schnitt genau einmal im Semester genutzt, aber ich habe etwas übrig für den Solidargedanken, denn schließlich wird über den Festbeitrag aller das Semesterticket für diejenigen günstiger, die es komplett kaufen (Sockelbeitrag+65 oder 74 Euro, je nach Tarifgebiet). Sonst wär es wesentlich teurer. So ein Optionsmodell, wo man das komplette Ticket dazukaufen kann, aber nicht muss, wird bei der Abstimmung Anfang Dezember nicht mehr zur Disposition stehen. Der StuRa bietet vielmehr ein Semesterticket, das jeder Student kaufen muss für rund 90 Euro, wofür man allerdings im gesamten Gebiet des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes fahren kann. Da kann man dafür stimmen oder dagegen. Im Falle des Dagegen hätten wir hinterher gar kein Angebot für ein Semesterticket.
Ich hab wie gesagt was übrig für den Solidargedanken, ich kann es mir auch leisten, etwas dafür übrig zu haben. Ich zahle derzeit den Sockelbetrag für ein Semesterticket, das ich nicht nutze. Ich zahle Beiträge zum Studentenwerk, ohne im Wohnheim zu wohnen oder in der Mensa zu essen. Ich würde mich freuen, wenn ich es nicht bezahlen müsste, aber ich beklage mich nicht. Allerdings werden mir jetzt 90 Euro aufgebrummt, mit denen mir eine Leistung verkauft wird, die ich nicht haben möchte. Wenn die Studenten abstimmen und das so beschließen, dann werde ich kaum etwas dagegen tun können. Allerdings habe ich etwas gegen Verträge zu Lasten Dritter, in dem Fall zu meinen Lasten. Und ich habe etwas dagegen, dass die gleichen Leute, die bei der GEZ-Gebühr laut schreien, dass sie eine Leistung bezahlen, die sie nicht wollen, jetzt das gleiche Prinzip anwenden.
Was sind die Folgen? Für den Studenten, der in Grimma wohnt, wird die Fahrt zur Uni günstiger. Gute Sache. Für Pendler zwischen den Unis Halle, Jena und Leipzig wird die Fahrt günstiger. Gute Sache. Für Studenten, die bereits das jetzige Optionsmodell nicht nutzen, weil sie mit dem Rad oder Auto fahren, neben der Uni wohnen oder aus finanziellen Gründen auch die 65 Euro im Semester nicht zahlen wollen, wird es teurer. All diese Studenten subventionieren den Pendelwunsch oder den günstigen Wohnort in Grimma der anderen Studenten. Das kann es nicht sein.
Ein Optionsmodell wird nicht mehr angeboten. Dabei wäre eigentlich die Schaffung dreier Optionsmodelle sinnvoll:
1. Sockelbeitrag + Stadt Leipzig
2. Sockelbeitrag + gesamtes LVB-Netz
(Diese beiden gibt es aktuell.)
3. Sockelbeitrag + MDV-Gebiet
Wer also mag, kann kaufen. Keiner muss. Sicherlich hätte das zur Folge, dass der Sockelbeitrag etwas steigt. Damit könnte ich zumindest gut leben, auch wenn das nicht ideal wäre. Mit der Handhabung der ganzen Sache durch den StuRa bin ich extrem unzufrieden. Ich kann den StuRa ja noch nicht mal wählen und ihm so mein Missfallen ausdrücken. Und werden die Verhandlungsspielräume kommuniziert? Bis jetzt nicht. Aber ich werd mal nachfragen.
Die JuLis haben gestern abend an der sehr erfolgreichen Demonstration gegen Vorratsdatenspeicherung teilgenommen und waren allzeit vorn mit dabei. Herzlichen Dank an dieser Stelle nochmal an Thomas, Julian und alle anderen vom AK Vorrat sowie an die zahlreichen Demonstranten
Unser Vorsitzender, der liebe Marcus, hat auch gesprochen bei der Abschlusskundgebung und dafür viel Applaus geerntet.
Im Anschluss ging es noch auf einen Absacker in die LeipzigBar.
Wie die Süddeutsche online berichtet, wurde die Abstimmung über das geplante Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung offenbar vertagt. Die Tagesordnungen des DeutschenBundestages haben beim ersten Überfliegen jedenfalls keinen entsprechenden Punkt mehr enthalten. Das wär ja schon mal was.
Das kommt auch selten genug vor, aber die gemeinsame Erklärung von ARD, ZDF und dem VPRT gegen die Vorratsdatenspeicherung, die Fritz Raff auch allein umfassend vertritt, kann man nur unterschreiben.
Gerade läuft: “Nights like These” von Fish Go Deep