Gestern gab es das erste TV-Duell der beiden. Je nach Lesart hatte der eine oder der andere die Nase vorn. So isses halt. Ich kann mich dem Zauber religiös gefärbter Fragen noch ganz gut entziehen, aber in den Staaten ist das nötig. So isses halt.
Gestern abend war ich in kleiner Runde mal wieder der einzige, der nicht uneingeschränkt für Obama Partei ergreift. Man wird fast wie ein Aussätziger behandelt und die Leute fragen sich, ob man denn noch klar denkt. Auch im Rückgriff auf den FDP-Wahlkampf 2002 und den damaligen Bundesparteitag in Mannheim muss ich sagen, dass mir eher der völlig undifferenzierte Hype um Obama zu denken gibt. Ich will damit nicht sagen, dass er womöglich nciht in der Lage wäre, ein guter Präsident zu sein, aber ich kann mich diesem Hype nicht anschließen.
Ein Bekannter von mir meinte, dass Obama von den Putins, Achmadinedschads und Kims dieser Welt sicher anfangs deutlicher ausgetestet werden würde, als das bei McCain der Fall sein dürfte. Obama mache einfach einen zu weichen Eindruck. Das ist immerhin ein Punkt über den man nachdenken kann, ob er eine tatsächliche Relevanz hat, mag ich nicht entscheiden. Allerdings sagt mir mein Gefühl, dass ein großer Teil der Amerikaner einen starken Mann zu schätzen weiß.
Gerade läuft: “Cuica Laranja Azeda” von Azymuth
August 30th, 2008 at 14:45
Nach der Wahl wird vieles viel weniger heißt gegessen als gekocht - will sagen: Obama wird, wenn er tatsächlich gewählt ist, nicht viel anders und damit auch kaum besser machen als Bush. Und wenn doch, dann stehen - wie bereits erlebt - die Typen mit ihren Schnellfeuergewehren schon bereit. Mehr:
http://www.blogsgesang.de/2008/08/30/drei-moeglichkeiten-fuer-barack-obama/