Heute zum zweiten Mal in der LVZ. Ein Vorschlag, der bei mir nur Kopfschütteln hervorruft. Die Stadt Leipzig könne doch Arbeitslose einsetzen zum Schutz von Grundschülern vor Kinderschändern. Ich glaube, es hackt. Seit Jahren wird an allen Ecken und Enden gespart, gerade kommt auf die Polizei wieder eine neue Kürzungsrunde zu, es werden Stellen abgebaut. Der Schutz vor Kriminalität ist eine Aufgabe der Polizei, vielleicht noch vom Stadtordnungsdienst, aber sonst von niemandem.
Anstatt solche Forderungen nach Bürgerstreifen aufzumachen, denn nichts anderes wird hier verlangt, sollte man lieber klar sagen, dass die Kürzungen im Sicherheitsbereich falsch waren und sind. Ich stelle mir ernsthaft die Frage, welche Arbeitslosen sich auf so eine Anfrage der Stadt bewerben würden. Wer soll das prüfen? Abgesehen davon: Die Zahl der Übergriffe auf Kinder geht zurück, auch wenn tragischerweise Leipzig jetzt innerhalb von 2 Jahren zweimal betroffen war: Es besteht kein Grund für Aktionismus. Würde der Freistaat die Möglichkeiten, die er hat, auch vernünftig nutzen, wäre schon die Frage nach einer Bürgerstreife obsolet. Aber der Freistaat gibt das Geld lieber woanders aus, trotz Verwaltungsreform wurde kaum Verwaltungspersonal abgebaut, das bei der Polizei dringend gebraucht würde. So kann man es nicht machen.

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