Die SPD scheint in diesen Tagen eine Abkehr von den alten sozialdemokratischen Werten durchzumachen. Nix von Toleranz. Im Gegenteil, angesichts solcher Meldungen bekommt man den Eindruck, als solle da “durchregiert” werden.
Auf den Gedanken, dass an dem Debakel nicht (nur) die vier, sondern auch Y! selbst schuld ist, kommt keiner. Wenn eine Landesvorsitzende sich um die Meinung der Bevölkerung, Teile der eigenen Partei und des gesamten politischen Deutschlands einen Dreck schert, dann ist das schlecht für die Demokratie. Wenn hinterher diejenigen, die erhobenen Hauptes (anders als in Schleswig-Holstein) ihr die Blamage im landtag ersparen, dann ist natürlich der Parteiausschluss das beste Mittel, um sich mit den eigenen Verfehlungen nicht auseinandersetzen zu müssen.
Gerade läuft: “Rhapsody in Blue” von George Gershwin
November 4th, 2008 at 15:42
Andreas Ullrich von der Freiheitsfabrik.de schreibt:
“Ganovenehre
Politik ist ein Spiel um die Macht. Wer aktiv mitspielt (wozu niemand gezwungen wird), hat die Spielregeln einzuhalten. Wer sie nicht einhält (wie die vier Ypsilanti-Renegaten) ist nicht moralisch besser als die korrekten Spieler (die SPD-MitMach(t)Spezis) - er ist einfach nur dumm.
Es wäre o.k., sich aus einem Spiel zu absentieren, das erwiesenermassen unmoralisch ist. Ein solches Spiel aber weiter bestreiten zu wollen und aus der Verletzung der Spielregeln moralischen Gewinn zu keltern, ist erst recht + doppelt unmoralisch: es verletzt die Moral der Freiwilligkeit (weil es Politik ist) und die ‘Moral’ der Politik (weil es unklug/machtbedrohlich ist).
Der Jubel der (angeblich) politikkritischen liberalen Blogs ist mir suspekt. Weil die ‘Vier Fäuste für eine nicht-Ypsilanti-Politik’ genauso brutal (gewaltmonopolbewehrt) ihre eigene Politik machen würden, wenn sie die der Ypsilanti nun verhinderte Macht innehätten.
Wer mitspielt, sollte die Spielregeln einhalten. Oder das Spiel verlassen. Tertium non datur! Jedenfalls nicht als moralische Kategorie.”
November 4th, 2008 at 17:15
Warum nur wird immer auf der Ypsilanti rumgehackt?
Für Hessen wäre die Minderheitenregierung wichtig gewesen, um endlich einmal etwas frischen Wind in das Kuhkaffparlament zu bringen und vor allem einen möchtgern Hessenkönig abzusetzen.
Jetzt bleibt wieder alles beim alten. Schnarch!
November 11th, 2008 at 08:55
Also ich wohne in Hessen, genauer gesagt in Ffm und da kann ich nur sagen, mit Y und deren Vorstellungen sähe es sehr schlecht für die Menschen aus, da dann der Flughafenausbau gestoppt worden wäre. Und was hat Frankfurt schon?? Einen Flughafen, der die Menschen zur Messe und den Banken bringt - sonst nichts! Das mal dazu! Des weitern ist es doch erschreckend, wie eine “soziale” Partei mit ihren Abgeordneten umgeht! Hier ist nichts mehr “sozial”! Vor zwei Tagen war der 9.November, an dem zwei wichtige historische Ereignisse stattfanden, die WIR nie vergessen sollten, da daraus auch Demokratie entstand! Warum haben unsere Väter in den 50ern das Grundgesetz so geschrieben, dass auch Abgeordnete sich “frei” entscheiden können, aber scheinbar darf das kein politiker mehr in Deutschland und das ist eine Schande für das Land, aber gerade für die SPD! Und dann haftet da noch der Machtwille von Frau Y an der SPD mit der Linken (SED) zusammen gemeinsame Sache zu machen. Wo uns diese SED hingeführt hat, durfte man ja mit der DDR erleben! Nicht nur dass es dem Menschen “Scheiße” ging, nein auch der Umwelt! Ich werde nie vergessen, wie die Luft 1990 in Erfurt war, als ich dort war!!
Aber leider ist es so, dass die menschen schnell vergessen und irgendwelchen “Rattenfängern” hinterherlaufen, die einem das Blau vom himmel erzählen, nur um sein eigenes Schäfchen ins Trockene zu bringen!
Ich fand das gut, dass es noch Menschen gibt, die mal aufstehen und diesen Mut haben, den immerhin haben sie ihre Zukunft in der Politik auf´s Spiel gesetzt, was auch mit einkommensverlusten zu tun hat. hut ab vor den VIEREN!!