Gestern abend fahr ich aus dem Büro nach Hause und höre dabei WDR3. Erst Nachrichten, danach verschiedene Kommentare. Einer hat es mir angetan, obgleich ich mir weder Autorin/Sprecherin noch genauen Titel merken konnte. Tenor: Die Onlinedurchsuchungen seien doch gar nicht so schlimm. Das wären sie nicht aus mehreren Gründen:
1. “Die Methode (Versand per gefälschter Behördenmail) ist jetzt bekannt, insofern kann sie nicht mehr verwendet werden.”
Aha. Überträgt man diese Einschätzung auf Viren und andere Trojaner, dürfte ja daraus nach Nennung in den Medien kein Schaden mehr entstehen, denn die Methode sei ja nun bekannt.
2. “Es handelt sich nur um 10 bis 15 Personen, die ausgespäht werden, für die Allgemeinheit besteht kein Grund zur Sorge. Der gesellschaftliche Aufschrei ist stark übertrieben.”
Das haben wir beim Lauschangriff gemerkt, dass sich die Nutzung dieser Instrumente auf gaaanz wenige beschränkt.
3. “Möglicherweise nutzen die Betroffenen, also die Straftäter, schon gar keine Online-Kommunikation mehr. Damit würde die Methode ja auch nicht angewendet.”
Spitze. Das Argument ist so einleuchtend, dass einem die Spucke wegbleibt.
Die Herangehensweise war mir vorher völlig neu. Man weiß gar nicht, warum
Aber wer weiß, was Schäuble weiß….
Gerade läuft: “I See You Baby (Fatboy Slim Radio Edit)” von Groove Armada